20 Jahre grüne Verkehrspolitik - 20 verlorene Jahre für Frankfurt
Einem autofreien oder autoarmen Stadtzentrum ist Frankfurt keinen Schritt nähergekommen.
Die grünen Verkehrsdezernenten waren 20 Jahre nicht in der Lage, den Pendlern
eine wettbewerbsfähige Alternative im ÖPNV anzubieten.
Sie haben in 20 Jahren nicht eine einzige
wirkungsvolle Maßnahme auf den Weg gebracht, mit der der Verkehrszufluss von außerhalb spürbar eingedämmt wird.
In den Wohngebieten gibt es mehr Verkehr als vor
dieser "Verkehrswende", weil die Grünen überall dort, wo ihre "Fahrradstraßen" entstehen,
den Anwohner-, Liefer- und Wirtschaftsverkehr mit Sperrpfosten dazu zwingen, jeden Tag
kilometerweite Umwege kreuz und quer durch enge Wohnstraßen zu fahren.
Auf einen Blick
Wer ein autofreies oder autoarmes Stadtzentrum anstrebt. muss nach Oslo schauen. Oslo ist die weltweit einzige Hauptstadt mit einem autofreien Stadtzentrum. Im Stern konnte man zu Oslo lesen: "Fachleute sind sich einig, wenn das Auto zurückgedrängt wird, muss gleichzeitig der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden.“
"Gleichzeitig" ist eigentlich falsch, richtiger wäre "vorher". Das Stadtzentrum in Oslo ist seit 2016 autofrei. Die Voraussetzungen dazu - mehrere Tunnels und ein massiver Ausbau des ÖPNV - wurden in den 20 Jahren davor geschaffen. Das, was Oslo im ÖPNV und im Tunnelbau seit den 90ern umgesetzt hat, ist in Frankfurt bis heute noch nicht einmal geplant - wir liegen Jahrzehnte hinter Oslo zurück.
Oslo hat einen flächendeckenden, hoch getakteten, modernen, bequemen und wirtschaftlich wettbewerbsfähigen ÖPNV. Pendler, die mit dem Auto kommen, gibt es deshalb nur noch wenige. Frankfurt dagegen ist die Autopendler-Hochburg in Deutschland. Mehr als 200.000 Pendler drängen sich täglich mit dem Auto in unsere Stadt, weil die grünen Verkehrsdezernenten der letzten 20 Jahre nicht in der Lage waren, den Pendlern eine wettbewerbsfähige Alternative im ÖPNV anzubieten. Sie haben 20 Jahre lang nicht eine einzige wirkungsvolle Maßnahme auf den Weg gebracht, mit der der Verkehrszufluss von außerhalb spürbar eingedämmt wird.
Es gibt keinen einzigen P&R-Platz an unseren Stadtgrenzen, an dem man das Auto stehenlassen und in die U-Bahn umsteigen kann. Und den ÖPNV - das wirkungsvollste aller Instrumente zur Reduzierung dieser Verkehrsmassen - haben die Grünen nicht vorangebracht, sie haben ihn sträflich vernachlässigt, regelrecht verrotten lassen.
Die Erfolglosigkeit grüner Verkehrspolitik wird nirgendwo so deutlich wie in unseren heruntergekommenen U-Bahn-Stationen und an den grünen Kästen aus der IT-Steinzeit, an denen man sich auf einem versifften Monitor immer noch eine Fahrkarte kaufen muss.
In grenzenloser Naivität und Inkompetenz wird versucht, eine Verkehrswende mit Radwegen, kombiniert mit Verkehrsflächenreduzierung, Verkehrsverdichtung und Stau-Erzeugung herbeizuführen. Staus sollen die Pendler und andere Autofahrer dazu zwingen, andere Verkehrsmittel zu benutzen.
Staus sollen quasi mit noch mehr Staus bekämpft werden - dümmer geht es nicht.
Staus als Waffe gegen Autofahrer
Staus sollen mit noch mehr Staus bekämpft werden
Frankfurt hat leider keine Fachleute. Die Frankfurter Verkehrspolitik wird von Aktivisten der Frankfurter RadfahrerLobby (ADFC, Radentscheid) definiert. Alle relevanten Positionen im Verkehrsdezernat und der Fraktionsvorsitz bei den Grünen sind in der Hand der RadfahrerLobby.
Die Inkompetenz dieser selbsternannten "Verkehrsexperten" ist unglaublich. Der ADFC Sprecher ist IT Administrator. Das ist ein Job auf der untersten Ebene einer IT-Organisation. Eine Uni hat man noch nie von innen gesehen, redet aber permanent über "Wissenschaft". Banalste Erkenntnisse sind für die Frankfurter RadfahrerLobby "Phänomene".
"Mehr Straßen haben noch nie zu weniger Autos geführt" oder "Tunnels locken Verkehr an" - mit solch ideologischen Dumm-Phrasen wird in Frankfurt Verkehrspolitik gemacht.
Sie glauben, mit der Umverteilung des Verkehrsraums zugunsten des Fahrrads eine Verkehrswende herbeiführen zu können. Überall werden Fahrspuren gestrichen, die Kapazität der Straßen wird halbiert, die Verkehrsdichte folglich verdoppelt. Aus der Mathematik wissen wir: Staus steigen überproportional bei steigender Verkehrsdichte.
Wir haben folglich eine mehr als doppelt so hohe Stau-Belastung im Stadtzentrum als vor dieser "Verkehrswende".
Das ist volle Absicht. Angeblich gibt es "weltweit kein Verkehrskonzept, das ausschließlich auf positive Anreize setzt" (ADFC-Website). Welche negativen Anreize gesetzt werden sollen, ist auch klar definiert: Staus! Staus dürfe man nicht beseitigen "weil Leute sonst aufs KFZ wechseln". Selbstverständlich lassen einige Autofahrer das Auto stehen, wenn die Staus unerträglich werden und wenn eine Alternative zur Verfügung steht.
Aber: Diese sogenannte "Traffic Evaporation" vollzieht sich sehr langsam und nur in geringem Umfang (10 bis bestenfalls 25%, siehe SACTRA-Report aus Großbritannien). Um eine spürbare "Traffic Evaporation" von 25% zu erreichen, muss man laut SACTRA-Report eine sogenannte "Perfekte Alternative" - einen perfekten ÖPNV - anbieten. Von einem perfekten ÖPNV sind wir Jahrzehnte entfernt.
Der Preis für die bei uns möglichen 10% "Traffic Evaporation" ist hoch. Damit die KFZs aufgrund der fehlenden "perfekten Alternative" nicht zurückkommen, muss man das Stau-Niveau dauerhaft hoch halten. Aber welche andere Stadt der Welt außer Frankfurt ist so dumm und überzieht ihr Stadtzentrum dauerhaft mit Staus, damit sich 10% weniger KFZs im Stadtzentrum befinden?
Typisch für die Frankfurter "Verkehrswende":
Leere Radwege, vollgestopfte Straßen, Mega-Staus über Stunden täglich
Das ist die Folge, wenn man die wichtigsten Instrumente zur Reduzierung der Pendler-Verkehrsmassen - den ÖPNV und die Park&Ride-Infrastruktur - nicht voranbringt und statt auf seriöse Verkehrspolitik auf eine Verkehrsflächenreduzierungs-, Verkehrsverdichtungs- und Stau-Erzeugungs-"Strategie" setzt.
Wie inkompetent muss man als grüner Verkehrsdezernent sein, wenn man für eine "Traffic Evaporation" von bestenfalls 10% (mehr ist laut SACTRA-Report nicht machbar) das Stadtzentrum dauerhaft mit Staus überzieht, die Aufenthaltsqualität ruiniert und einen gigantischen Anstieg der CO2-Belastung um zehntausende Tonnen verursacht?
Unter dem Einfluss der RadfahrerLobby sind die Frankfurter Grünen zu einer Umweltverschmutzungs-Partei mutiert.
Um Umweltschutz geht es in der Verkehrspolitik schon lange nicht mehr. Dass die CO2-Belastung durch ihre Verkehrsflächenreduzierungs-, Verkehrsverdichtungs- und Stau-Erzeugungs-Politik um zehntausende Tonnen nach oben getrieben wurde, ist der RadfahrerLobby völlig egal.
Diesen notorischen Auto-Hassern geht es ausschließlich um das Schikanieren der 300.000 Frankfurter Familien, die ein Auto besitzen.
Die Folgen grüner Verkehrverdichtungs- und Stau-Erzeugungspolitik
Nach 20 Jahren grüner Verkehrspolitik hat Frankfurt absolut nichts. Wir haben kein autofreies Stadtzentrum, noch nicht einmal ein autoarmes. Wir haben keinen einzigen P&R-Platz an unseren Stadtgrenzen, an dem man in die U-Bahn umsteigen kann. Wozu auch, die U-Bahn geht noch nicht einmal bis zur Stadtgrenze. Wir haben keinen wettbewerbsfähigen ÖPNV sondern einen veralteten und heruntergekommenen, der technisch in den 90ern stehengeblieben ist. Anstatt einer Verkehrswende haben wir Staus, eine unerträgliche Lärm- und Abgas-Belastung, eine lahmgelegte Verkehrsinfrastruktur und eine ruinierte Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum.
Lahmgelegte Verkehrsinfrastruktur
Frankfurts Verkehrsinfrastruktur wurde durch die grüne "Verkehrswende" weitgehend lahmgelegt. Nicht nur der Individual- und der Wirtschaftsverkehr ist massiv beeinträchtigt, auch Busse, Straßenbahnen stehen täglich in Mega-Staus. Fünf Minuten zusätzliche Fahrzeit durch Staus verursachen laut KI alleine bei den 70.000 Frankfurter Handwerkern einen Schaden von jährlich mehr als 110 Millionen EUR.
Verkehrsmassen in Wohngebieten
Selbst in zuvor völlig ruhigen Nebenstraßen bilden sich Staus, weil der Verkehr bei durchgestauten Hauptverkehrsstraßen in Nebenstraßen ausweicht. Vielfach wird versucht, mit Sperrpfosten den Verkehr aus den Wohngebieten herauszuhalten. Damit vergrößert man das Problem, weil Anwohner, Lieferdienste und Wirtschaftsverkehr gezwungen werden, kilometerlange Umwege kreuz und quer durch die Wohngebiete zu fahren.
Ruinierte Aufenthaltsqualität
Typisch für die Frankfurter "Verkehrswende": Leere Radwege und vollgestopfte Straßen. Die Kapazität der Straßen im Stadtzentrum wurde halbiert, die Verkehrsdichte verdoppelt. Staus steigen laut Mathematik überproportional mit steigender Verkehrsdichte - das Stadtzentrum ist täglich über Stunden mit Mega-Staus überzogen. Anstatt einer besseren Aufenthaltsqualität haben wir das Gegenteil - mehr Lärm, mehr Abgase als jemals zuvor.
Grüne entziehen dem Handel die Existenzgrundlage
Städte, die eine erfolgreiche Verkehrswende herbeigeführt haben, machen alles, damit Bewohner aus der Peripherie und aus dem Umland ungehindert und bequem in ihre Stadtzentren fahren und dort einkaufen können.
Im Radfahrer-Paradies Niederlande kann man als Umlandgemeinden-Bewohner mit dem Auto in jedes Stadtzentrum fahren und dort parken. Man kommt aus dem Parkhaus heraus und steht in einer belebten Fussgängerzone mit gesundem Einzelhandel.
In Oslo kann man unterirdisch ins Zentrum fahren, dort parken und oben im autofreien Stadtzenrum einkaufen.
In Frankfurt hingegen machen Grüne konsequent Politik gegen die Bewohner außenliegender Stadtteile wie Schwanheim, Bonames, Niedereschbach etc. Das Stadtzentrum soll ihrer Wähler-Klientel vorbehalten sein, alle anderen sollen draußenbleiben. Das ist überall so, wo Grüne regieren, vor allem aber hier in Frankfurt.
Mit Stau-Erzeugung, Parkplatzvernichtung und -verteuerung werden die Bewohner aus der Peripherie und aus dem Umland aus dem Stadtzentrum verdrängt und zum Einkaufen in den EKZs am Stadtrand gezwungen. Der Handel in den EKZs am Stadtrand wächst und ist profitabel, der Handel im Stadtzentrum operiert ständig an der Profitabilitätsgrenze. Ein Department-Store nach dem anderen schließt, eine Insolvenz jagt die andere, das Stadtzentrum wird von ständig wechselnden Billigläden dominiert.
Dass sie mit ihrer Verkehrspolitik dem Einzelhandel laut IHK langfristig etwa 40% des Umsatzpotentials und damit die Existenzgrundlage entziehen ist den Grünen völlig egal. Die Folgen für den Handel werden abgestritten, obwohl sie durch die Insolvenz - und Schließungswelle bereits offensichtlich sind. Angeblich wird der Umsatzpotentialverlust dadurch ausgeglichen, dass Radfahrer mehr einkaufen, sobald Straßen gesperrt werden - die Verblödung der Frankfurter Stadtpolitik kennt offensichtlich keine Grenzen.
Kein Geschäft kann gegen den Online-Handel bestehen, wenn man ihm langfristig 40% des Umsatzpotentials entzieht. Für ein Geschäfts, das erst am 20. oder später im Monat in den Breakeven kommt, vorher für den Vermieter arbeitet, ist die Überlebenschance gleich null, wenn man ihm langfristig 40% des Umsatzes entzieht.
Wehren Sie sich!
Gegen diese an absurden Ideologien ausgerichtete Verkehrspolitik, die sich gegen die übergroße Mehrheit der Bürger richtet, die wenigen nützt und Zehntausenden schadet, die uns auf dem Weg zu verkehrsberuhigten Wohngebieten und zu einem autofreien oder autoarmen Stadtzentrum zurückwirft, muss man sich wehren.
20 Jahre grüner Stillstand im ÖPNV und der Niedergang unserer U-Bahn-Stationen sind genug. Wir können es uns nicht leisten, noch mehr Zeit mit dem Hin-und Herschieben von Verkehrsmassen von einer Straße in andere zu vertrödeln.
- Das Wichtigste: Entziehen Sie vor allem den Grünen und Volt Ihre Stimme bei der nächsten Kommunalwahl! Das sind die Drahtzieher hinter dieser Anti-Verkehrswende.
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